Buke  
     
 

Der Ortsteil Buke liegt im östlichen Westfalen am Westhang des Eggegebirges nahe der Bischofsstadt Paderborn, etwa 310 m ü. NN und zentral in der Gemeinde Altenbeken. Der Ort kann auf eine 1000-jährige Geschichte zurückblicken, dabei verdankt es Ursprung und Geschichte der Begegnung mit dem christlichen Glauben. Seit der Karolingerzeit im 9. und 10. Jahrhundert wird der fränkische Märtyrer und Nationalheilige Dionysius als Patron des Dorfes verehrt. Die umfangreichen Buchenwaldungen beiderseits der alten Heerstraße, die zur Errichtung des Ortes gerodet wurden, gaben diesem seinen Namen.

In ältester Zeit lehnte sich nämlich der Buchenwald der Egge bis unmittelbar an das Dorf an und reichte bis zum Dorfteich. Die ersten Siedler von Buke waren, so ist mit Sicherheit anzunehmen, Bauern und Jäger. Im Jahre 1663 ließ Ferdinand von Fürstenberg gemeinsam mit dem Grafen von Lippe die fahrende Post im Hochstift Paderborn einrichten. Die älteste Poststation auf dem Weg von Paderborn nach Hannover wurde zu dieser Zeit in Buke errichtet; hier fand dann der jeweils erste Pferdewechsel aus Richtung Paderborn statt. Die alte Poststraße Nr. 4 deckt sich nicht ganz mit der heutigen Bundesstraße 64, sondern folgte am Westeingang von Buke einem alten Hohlweg.

 

Der Bau der Eisenbahnstrecke Paderborn - Warburg - Kassel machte Buke 1854 zur Bahnstation. Vom Bahnhof Buke aus hatte man Anschluss an die Postkutsche, die nach Driburg, Steinheim, Höxter ins Weserbergland führte. Buke schien wegen der zentralen Lage und der verkehrsmäßigen Bedeutung als Post- und Bahnstation einer großen Zukunft entgegenzusehen. Aber der Bau des Bahnhofs in Altenbeken und seine Inbetriebnahme im Jahr 1865 nahm dem älteren Buker Bahnhof seine Bedeutung.


Am 21.6.1894 wurde der Grundstein für die neue Kirche in Buke gelegt. Die Kirche wurde im neuromanischen Stil errichtet, dem dreischiffigen Kirchenraum ist im Westen ein quadratischer Turm und im Osten eine halbrunde Apsis vorgelagert. Die plattdeutsche Sprache war lange Umgangssprache in Buke, die sich jedoch wesentlich von der des Nachbarortes Schwaney unterschied. Besonders sehenswert und als Ausflugsziel für Wanderer geeignet ist das reizvolle Fleckchen Erde, das "Am Springe" entstanden ist. Die uralte Quelle, aus der die Vorfahren das Trinkwasser schöpften und an der sie die große Wäsche hielten, liefert heute das Wasser für mehrere kleine Teiche, die in einen Park eingebettet sind.


 

Am idyllischen Pfad zwischen dem Dorfkump mit Schöpfgestänge am Wiesenweg und der Ausgrabungsstätte "Alte Dionysiuskirche" ist im historischen Kern des Dorfes ein wahres Kleinod entstanden. Zur Bewahrung des Kulturgutes hat die Dorfgemeinschaft in beispielhafter Eigenleistung den Eichborn- Hohlweg und die alte Waschstelle freigelegt. Zudem wurde mit den Abbruchsteinen der Ur-Kirche eine Mariengrotte errichtet.


Ein Buker Exportschlager ist das bekannte Trompeterkorps 8. Husaren Buke. Die geschichtsbewussten Musiker haben es sich zur Aufgabe gemacht, die besondere musikalische Tradition des Trompeterkorps des 8. Husarenregiments, das bis 1919 in Paderborn und Neuhaus stationiert war, möglichst authentisch in Uniform und Musik aufrecht zu erhalten. Es entsteht die markante Kavalleriemusik, da traditionsgemäß keine Holzblasinstrumente eingesetzt werden.