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(Länge: 32 Minuten) in unserem ShopZur
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Eisenbahnfans
sind elektrisiert, wenn sie den Namen „Altenbeken“
hören. Mit der Eröffnung des 29 Kilometer
langen „Viadukt Wanderweges“,
der 2009 vom Deutschen Wanderverband als „Qualitätsweg
Wanderbares Deutschland“ ausgezeichnet worden
ist, schlagen nun auch Wanderer-Herzen schneller,
wenn es um den Ort am Tor zum Eggegebirge geht.
Hier
gehen Eisenbahngeschichte und Wanderlust fürwahr
eine traumhafte Symbiose ein.
Vor
knapp sieben Jahren machte sich die Gemeinde Altenbeken
auf, ihren Eisenbahnviadukt anlässlich seines 150.
Geburtstages zu ehren. Am Anfang stand die Suche nach
der eigenen Identität. Zwei Begriffe wurden immer
wieder genannt: Eisenbahn und Wandern. Wen wundert’s,
ist Altenbeken doch in der ganzen Republik als Eisenbahnknotenpunkt
bekannt. Kaum ein Bahnreisender, der nicht in Altenbeken
ein- oder umsteigen muss. Und weil über 50 Prozent
des Gemeindegebietes bewaldet sind, gibt’s das
Naturerlebnis gratis dazu. Was also lag näher,
als diese beiden Dinge zusammen zu bringen? Eisenbahn
& Wandern - die Idee war geboren.
Die
Tour
Wer
Eisenbahngeschichte zu Fuß erwandern will begibt
sich auf den Viadukt Wanderweg um Altenbeken. Auf weichen
Wiesenwegen und naturbelassenen Pfaden, mit wunderbaren
Aussichten, lassen sich Landschaftsbilder mit lebendiger
Natur, Kultur und Geschichte verknüpfen.
Wollten Sie in Kindertagen auch Lokomotivführer werden
und auf einem schnaufenden Dampfross durch die Landschaft
reisen?
Falls daraus nichts geworden ist, können Sie hier diesen
Traum noch einmal pflegen. Und wo könnte eine Wanderung
zur Eisenbahngeschichte anderswo als bei einer historischen
Dampflok beginnen? Oder schöner enden am Abend, wenn
die schwarz glänzende Güterzugdampflokomotive der
Baureihe 044 aus dem Jahre 1941 beleuchtet wird?
Wer
sich satt gesehen hat am Anblick der eisernen Lady kann
sich also getrost auf die Socken machen – denn
Eisenbahn gibt’s unterwegs noch reichlich zu sehen.
Der Name »Viadukt Wanderweg« sagt’s
ja schon – die Tour setzt das eigentliche Wahrzeichen
Altenbekens in Szene: der 1853 eingeweihte, bis zu 35
Meter hohe und 482 Meter lange Viadukt mit seinen 24
Rundbögen gilt als größte steinerne
Eisenbahnbrücke Europas und ist unterwegs immer
wieder aus unterschiedlichen Perspektiven zu erleben,
stets eingebettet in die sanft hügelige, waldreiche
Landschaft rund um Altenbeken.
Viadukt, Dampflokomotive, Rehbergtunnel oder die Bahnhofsanlagen
mit Gleisdreieck sind idyllisch eingebettet in eine der schönsten
Mittelgebirgslandschaften Deutschlands und können auf
dem mittelschweren Wanderweg abwechselnd bestaunt werden.
Eine „goldene Brücke“, angelehnt an den Ausspruch
des Königs Friedrich Wilhelm IV. zur Eröffnung,
ist der Viadukt im wahren Sinn des Wortes seit Dezember 2002:
Seither sind 20 der insgesamt 24 Bögen bei Dunkelheit
beleuchtet und sorgen für eine einzigartige Atmosphäre.
Von der Plattform oberhalb Altenbekens hat man einen einzigartigen
Panorama- und Fotoblick auf den Eisenbahnviadukt. Weiter geht
es auf den Sommerberg, der ebenfalls eine tolle Aussicht bietet,
nämlich auf den Eingang des 1.640 Meter langen und 1864
fertig gestellten Rehbergtunnels.
Die
Bekanntschaft des kleinen Bruders des Altenbekener Viadukts
macht man nach der Wanderung durch das waldreiche Dunetal.
Geheimnisvoll wird es, wenn man die Bahntrasse durch einen
ca. 100 Meter langen Tunnel quert.
Einen der landschaftlich schönsten Abschnitte im
Naturschutzgebiet Egge-Nord erschließt der Viadukt
Wanderweg im Bereich der Durbeke. Absolute Stille, nur
das Zwitschern der Vögel. Der Pfad steigt langsam
aber stetig bergan, gibt den Blick über das Tal
hinweg auf buchenbestandene Hügel frei.
Dann knickt er ab, verschwindet im Wald, um knapp oberhalb
des Viaduktes in einem kleinen Plateau zu münden. Schon
in der Ferne sind die langsam nahenden Züge zu erkennen.
Weil
der Viadukt Wanderweg um Altenbeken herum führt, lässt
sich die Strecke bequem in Tagesetappen unterteilen, von jeder
Stelle gelangt der Wanderer schnell zurück in den Ort.
Übrigens: der Viadukt Wanderweg ist in beide Laufrichtungen
gleichermaßen lückenlos und eindeutig beschildert.
Wie herum man also wandert, kann jeder selbst nach Lust und
Laune entscheiden, die Wanderung garantiert auf jeder Etappe
ein Erlebnis. Überdies gibt es eine eigens erstellte
Stanzkarte, die an fünf Stationen entlang des Weges „entwertet“
werden kann. Bei kompletter Erwanderung winkt eine attraktive
Urkunde. Und für die Rast unterwegs laden Bauernhof-Cafés
oder Biergarten einer ehemaligen Klosteranlage ein.
Was
bleibt? Ein wunderschöner Rundwanderweg in herrlicher
Naturlandschaft; erlebbar gewordene Vergangenheit und
Gegenwart einer Eisenbahnergemeinde; stolze Bürgerinnen
und Bürger von Altenbeken, die (fast) jeden zu Besuch
gekommenen Verwandten ein Stück des Weges mitnehmen;
eine überregionale Wahrnehmung der Gemeinde als Eisenbahn-
und Wander-/Erholungsort in den Medien und darüber
hinaus und Menschen, die sich verantwortlich fühlen,
all das zu erhalten.
Blättern
Sie doch mal online im Jahresmagazin “20dB! Ideenlexikon
Wandern & Radwandern” www.20db.de/20db2009/index.html
und schauen sie sich die Seiten 44 und 45 etwas genauer an.
Es lohnt sich. Versprochen.